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5 Survivaltipps für kranke Eltern!

Lesezeit: 4 Minuten

Der Ernstfall tritt ein…

Wir haben es gerade hautnah miterlebt. Die Katastrophe „krank sein“ ist eingetroffen. Aber nicht bei den Kindern, nein das haben wir letzte Woche hinter uns gebracht: Da wurden alle möglichen Hausmittel ausgepackt. Das Fieber hat man ausfiebern lassen, es wurde gekuschelt, gekümmert und natürlich der Pflegeurlaub in Anspruch genommen.  Und nun eine Woche später steht man selbst vor dem Problem: Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost und schon steigt das Fieber jenseits der 38 Grad. Was machen wir Eltern dann?

Richtig! Die Erkältungsgetränke und Fiebersenker werden ausgepackt und man schleift sich in die Arbeit, da man letzte Woche schon zuhause war. Mails und Nachrichten versucht man halbherzig zu beantworten und die Kopfschmerzen kommen dann spätestens beim Aufschlagen des Terminplaners. Wer soll bei einem Ausfall die Große zum Ballett und die Zwillinge zum Turnen bringen? Wer holt wen wann wieder ab? Einige haben das Glück zuhause bleiben zu können, wobei meist die Arbeit daheim und die Wäscheberge trotzdem irgendwie bewältigt werden müssen und auch im Kühlschrank muss trotzdem etwas Essbares sein. 

Nachdem der Mann mit seinem kleinen Zwerg in der eigenen Wohnung ist, beobachte ich das Geschehen hier von der Couch aus und habe im Nachhinein einige bahnbrechende Erkenntnisse dazugewonnen. Diese 5 Tipps möchte ich mit euch teilen, damit ihr im worst-case Fall richtig vorbereitet seid und euch auf die Genesung konzentrieren könnt. 😉 

 

1.) Pizza und Co. sind erlaubt

Ja wir kochen normal fast alles frisch und achten auf die ausgewogene Ernährung. Achten auf Zeiten, die einzuhalten sind und wenig Naschereien dazwischen. Wir schneiden Apfelspalten, Karottensticks, zaubern Aufstriche und selbstgebackene Muffins. Meine Lieben, im Ernstfall der Krankheit und der Tatsache, dass man der einzige Erwachsene im Haus ist, der den Herd bedienen darf: Schleppt euch zum Lebensmittelgeschäft und deckt euch mit TK-Food und Fingerfood in allen Variationen ein. Es darf während dem notwendigen Fieber-Couching auch einmal die Tiefkühlpizza sein und die Apfelspalten aus dem Sackerl. Unter uns – wir liegen sowieso höchstens zwei Tage, da haben wir unserem Körper in der kinderlosen Zeit schon mehr ungesunde Sachen zugefügt oder? 😉 

2.) Prime und Netflix

Und wenn die Familie schon die Couch besetzt ist es auch absolut legitim Amazon Prime, Netflix und Co. als Alleinunterhalter zu verwenden. Um das Erledigen von Hausübungen und einer Runde Mensch ärgere dich nicht oder Uno kommt man vielleicht nicht herum, aber das sonst strikte Fernsehverbot unter der Woche oder die guten Vorsätze Kinder weniger auf diese Weise zu beschäftigen – darf noch ein paar Tage warten. Niemand ist ein schlechter Elternteil, wenn die Kinder in solchen Notsituationen einmal ein paar Folgen ihrer Lieblingsserie mehr ansehen. Streng sein könnt ihr nach der Genesung wieder 😉 

 

3) Die Verantwortung mal den Größeren übertragen

Hier ist ja der große Vorteil wenn größere Geschwister vorhanden sind, die dann eben ein bisschen mehr Engagement zeigen müssen. Auf die Idee kam ich an meinem ersten wirklich harten Fieberabend: Erstaunlicherweise hat sich ganz selbstverständlich die Große sieben Jährige um die Zwillingsbrüder gekümmert. Sie half beim Anziehen der Pyjamas und auch beim Zähneputzen. Es gab keinen Streit und keine Revierkämpfe – ich fragte mich schon ob es so ernst um mich stand! Nein Scherz beiseite, es tut gut zu sehen wie viel wir unseren Kindern schon zutrauen können. Und wenn die Zähnchen ausnahmsweise einmal nicht von Mama oder Papa nachgeputzt werden – sie werden es verkraften. Das Wichtigste wenn man als Elternteil krank wird und da alleine durch muss ist, dass man das schlechte Gewissen ganz schnell wegschiebt. Man tut schon sonst alles was man kann, ein paar Tage ohne die 100% Leistung übersteht die Familie ohne Probleme!

 

4.) Hilfe annehmen

Ein Punkt, der oftmals der schwerste ist. Wir schlagen automatisch oft die Angebote von Nachbarn, Freunden und Familie aus, weil wir entweder gewohnt sind die Dinge einfach trotzdem zu machen oder weil wir aus falschen Stolz die Behausung in diesem Zustand niemanden offenbaren wollen. Es ist sicher auch meine schwerste Prüfung aber glaubt mir – desto mehr Hilfe ihr annehmt, desto schneller steht ihr wieder auf den eigenen Beinen. Mama, Oma, Nachbarin, beste Freundin. Jede halbe Stunde, die sie mit den Kindern verbringen, jeder Handgriff und jede Autofahrt dich euch abgenommen werden kann ist ein Gewinn für alle. Niemand wird deshalb vermuten, dass ihr etwas nicht schafft oder überfordert seid und kleiner Seitenhieb: Dies ist doch genau das was wir unseren Kindern vermitteln wollen – Hilfe annehmen wenn man Hilfe braucht!

 

5.) Der Wäscheberg darf so bleiben

Meine Lieben, ich beobachte auf Instagram und Co. und hier in den eigenen vier Wänden die Wäscheberge und das Chaos welches Kinder einfach automatisch hinterlassen. Je nach Alterstufe und motorischer Fähigkeit variiert das Ausmaß der Zerstörung. Wenn nun die Katastrophe schon eingetroffen ist, dass die normalen Tagesaktivitäten aufgrund von Krankheit nicht mehr möglich sind dann darf auch der Haushalt in einem Ausnahmezustand sein (oder man hat dann wenigstens einmal eine plausible Ausrede dafür 😉 ). Jeder der Kinder zuhause hat, weiß wie schnell alle Spielzeugkisten geleert sind, das Gewand zweimal am Tag gewechselt werden muss und somit der Wäscheberg im Keller drastisch wächst. Entweder lasst euch helfen dabei oder drückt in diesem Fall beide Augen zu. Es wird sowieso nicht weniger, also besser zuerst halbwegs gesund werden und dann abarbeiten. Es ist absolut in Ordnung ein paar Tage lang keinem scheinbaren Perfektionismus nachzueifern.

 

Das wären sozusagen die fünf „survival-tipps“ für den Krankheitsfall mit Kindern zuhause. 

Was würdet ihr noch hinzufügen? Wie läuft es bei euch ab?

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