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Familienentrümpeln Teil 1

Lesezeit: 3 Minuten Nicht Minimalismus sondern "Ein Ding der Notwendigkeit"
Lesezeit: 3 Minuten

Die Frau mistet aus

Ich wehre mich ein wenig gegen den Minimalismustrend, deshalb nenne ich es Familienentrümpeln. Nicht, weil der Begriff nicht gut und sinnvoll ist, sondern weil ich ein Mensch bin, der sehr an gewissen Gegenständen und Dingen hängt. Und einen gewissen Messie-hang möchte ich eigentlich nicht verlieren, weil es (im ganz kleinen Ausmaß) zu mir gehört und ich mich so mag. Leicht chaotisch und eine Sammlernatur. Mittlerweile ist es nur leider so, dass ich damals bei meiner Trennung alle Sachen von mir und den Kindern in kürzester Zeit von Haus zu Wohnung befördern musste und neben dem Alltag bis jetzt alles genauso belassen habe, wie vor 2 Jahren. Es hat sich also einiges angestaut und angesammelt. 

Warum der Begriff Minimalimus mich manchmal an die Sinnhaftigkeit von „Smoothies“ erinnert. (Erklärung dazu: Gut und schön, aber Obst und Gemüse wurde immer schon gegessen). Auch meine Oma machte schon mindestens einmal im Jahr einen Frühjahrsputz. Da wurde jedes Kastel und jeder Raum ausgeräumt, gewischt und altes und kaputtes weggeschmissen. Die anderen Sachen wurden verschenkt oder zum Flohmarkt gebracht.

Warum also jetzt

Nun ist es so, dass in unserem „Wochenend-Patchwork-Modus“ noch ein 3 jähriger und natürlich der Patchworkmann dazukommt und die Wohnung aus allen Nähten platzt. Auch hindert mich mein geliebtes „Chaos“ mittlerweile an der Realisierung von Projekten und dem gechillten Leben eines Alltags nach der Arbeit. Es liegt auf deutsch einfach viel zu viel Mist herum.

Und wie es bereits meine Oma gemacht hat, so möchte ich es auch angehen. Nicht nur finanziell ist es eine Aufbesserung für unsere Urlaubskasse, die wir Ende Mai für unseren ersten Patchworkfamilienurlaub in Kroatien gut benötigen können. Die Kinder sind bereits informiert und möchten ihre Wünsche nach einem neuen Skateboard und Lego Ninjago realisieren und altes Spielzeug ausmisten.

Die Mama fängt also an

Irgendwer muss doch immer mit dem großen Ausmisten beginnen. In der Wohnung vom Mann haben wir es zum Teil schon gemacht und jetzt muss der derzeitige Familiensitz ausgefiltert werden. Als gutes Beispiel beginne ich mit einem Punkt, der mir am schwersten fällt. Meine geliebten Bücher. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine riesige Büchersammlung. Da aber der Keller und die Wohnung einfach keinen Freiraum mehr lassen und mein Fokus schon seit längerem auf anderen Dingen liegt trenne ich mich mithilfe meines Schatzes vom Großteil der Staubfänger.

Ich muss mir einfach eingestehen, dass ich manche Bücher nie mehr ein zweites Mal lesen werde. Dazu kommen tagtäglich so tolle Bücher auf den Markt und auch Sachbücher sind zum Teil überflüssig geworden. Obwohl ich eine Verfechterin von Büchern bin ist das Online-Angebot so rasant gestiegen und wirklich praktisch für Tablet und Handy. Mit Hilfe der online Verkaufsplattform momox werden vier Regale auf zwei minimiert. Und die Urlaubskasse klingelt mit 271.–.

Und es kann neues entstehen

Als nächsten Schritt werden alle Mappen und Zettelstöße (und davon habe ich leider viel zu viele) hergenommen und in die leeren Mappen geschlichtet. Die ganzen Versicherungsschreiben aus dem Jahre Schnee werden unter anderem  im Ofen verbrannt. Da es in der Nacht noch recht kühl ist, können wir das Feuerchen noch genießen und über weitere Projekte philosophieren. Auch hat der neu geschaffene Platz uns einen kleinen Wunsch erfüllt: In einer kleinen vollen, lustigen Familienwohnung so etwas wie ein voll funktionstüchtiges Büro einzurichten. Da es 2019 ins Eingemachte geht und die Selbstständigkeit heuer im Vordergrund steht, ist ein gut strukturiertes home office zwingend notwendig. 

Das war also Teil 1, um mehr Lebensqualität in die Familienwohnung zu bekommen. Als weitere Schritte möchte ich einen Raum nach dem anderen in Angriff nehmen. Gleichzeitig werde ich alles verkaufen oder verschenken. Hier kann man sehr schön mit den Kindern in Kontakt treten und über verschiedene Dinge qutaschen. Denn die Babyfläschchen verschenken wir an ein Frauenhaus. Da entstehen Themen, über die man sonst vielleicht nicht so schnell zu sprechen beginnt.

Mit so vielen positiven Vibes gehen wir in die nächste Familienentmistungsrunde und ich freue mich über eure Erfahrungen, wie zum Beispiel eure Kleinen damit umgehen, wenn Spielsachen oder Stofftiere ihren Weg zu einem neuen Besitzer finden? 

 

 

 

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