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Papa sein leicht gemacht.

Lesezeit: 4 Minuten Weil Papa`s mehr sein müssen als nur Anwesend.
Lesezeit: 4 Minuten

Im Schnitt habe ich meinen Sohn 3-4 Tage die Woche bei mir. Das heißt ich hole ihn an Tag 1 vom Kindergarten ab und hab dann die weiteren Tage das Wochenend-Programm. Bis es am Montag wieder in den Kindergarten geht.

Für mich ist es wirklich das Schwerste eine Struktur hinein zu bekommen. Denn als ich noch verheiratet war, gab es schon terminliche Probleme und Erziehungschaos, aber mit der Trennung und Aufteilung in 2 Haushalte, dann eine neue Partnerin mit 3 eigenen Kindern uvm. ist das Chaos erstmal perfekt.

Aber das eigentliche Problem ist, dass ich mit ihm soviel unternehmen und erleben will, er jedoch meist einfach nur im Zimmer mit mir zusammen Lego spielen möchte.

Nichts desto trotz, muss erstmal organisiert und geplant werden um einen Rhythmus in den Alltag zu bekommen, Rituale zu erarbeiten und bei dem Ganzen sollte aber der Spaß nicht hinten anstehen.

Hier ein paar Tipps an die Väter, die sich oft schwer tun einen Draht zu ihren Sohn zu finden bzw. sich vielleicht schwerer tun den Alltag alleine zu organisieren.

1. Ritual – Vom Kindergarten abholen

Wenn ich den kleinen/großen Mann abhole, nehme ich mir dafür bewusst Zeit. Es ist sozusagen das Ende seines Arbeitstages im Kindergarten. Die Kindergärtnerin frage ich vor ihm bewusst, ob wohl alles gepasst hat (Das zeigt ihm bewusst das ich mich dafür interessiere). Dann setze ich mich mit ihm in die Garderobe und während ich ihm langsam die Straßensachen anziehe, frage ich was es heute zu Essen gab, mit welchen Freunden er heute gespielt hat und was er alleine gespielt hat. Wenn wir dann den KiGa verlassen erzähle ich ihm was wir heute noch machen werden. Denn ihm ist das (komischerweise) wirklich wichtig zu wissen was heute noch ansteht, ob es das Einkaufen gehen ist, das Auto waschen und ob dann zuhause gemeinsam Lego gespielt wird.

2. Ritual – Toben und Lachen

Raufen und Toben im definierten Rahmen. Viel zu oft muss der Junior brav und artig sein, also darf er mit Papa richtig die Sau rauslassen. Wir haben ein Europaletten-Bett mit 2,40m x 2,40m, dort werden dann alle Pölster und Decken rauf geschmissen und dann geht es wie beim Wrestling los. Jeder in eine Ecke und mit einem lauten Angriff geht der Spaß los und er darf dabei auch auf mich rauf springen. Ich wirbel ihn dann durch die Luft, lass ihn auf mir reiten und schmeiß ihn wie beim Rodeo auf die Matratze. Für das ganze haben wir einen eigenen „Kampfnamen“ damit beide wissen was das nächste Spiel ist. Wichtig dabei ist immer, dass er das in dieser Art und Weise nur mit mir spielt. Er hat es mit der Mama, Oma und Opa auch schon probiert aber da mag er meist recht schnell nicht mehr. Ich mach daraus einfach eine große Show. Es fehlt eigentlich im Schlafzimmer nur noch Konfetti, Bengalische Feuer und ein Feuerwerk zur Krönung des Siegers. Er schaut dann beim Angriff immer richtig böse (Wobei das so süß ist das ich lachen muss) und wenn er siegt hat er irre Spaß dass er stärker ist als der Papa. Die Regeln sind klar: kein schlagen, beißen oder kratzen. Dafür schubsen wir uns auch gegenseitig, machen eine Polsterschlacht oder ich kitzel ihn einfach bis er sich fast in die Hose macht. *-*

3. Ritual – Zähneputzen mit Spaß

Zähneputzen spielerisch gestalten. Ja klar das hört man immer wieder, aber bei uns war es eine zeitlang wirklich ein großes Problem. Egal ob mit Belohnungen oder Verboten es klappte nie. Also bin ich auf die folgende Idee gekommen: Es gibt wenn er schmutzige Zähne hat „Mankalan“ (Männchen für nicht Österreicher) im Mund, die wir wegmachen müssen, weil die sonst ja die Zähne kaputt machen. Der kleine Prinz kam dann auf die Idee das diese Mankalan Schießgewehre haben =-) und mittlerweile haben sie jetzt täglich was anderes. Einen Panzer, U-Boote, Flugzeuge oder einen Hubschrauber. Der Fantasie sind ihm und auch mir keine Grenzen gesetzt. Aber es funktioniert super, 2 mal täglich Zähneputzen ohne schreien, weinen und Wutanfällen… ahja und der Kleine bleibt auch ruhig.
Also ziehen wir nun 2 mal täglich in den Kampf gegen die Zahn-Mankalan-Armee.

4. Ritual – Kochen und Essen als Erlebnis

Ich koche leidenschaftlich gerne und angeblich auch ziemlich gut. Der kleine Mann ist auch hier immer gerne dabei. Denn auch er liebt es mit Papa in der Küche zu stehen. Gleich wird die Stufenleiter aufgestellt und schon darf er Karotten schälen, Saucen umrühren und vieles mehr.
Er will immer gleich wissen, wo er helfen darf und zeigt wirklich viel Aufmerksamkeit wenn ich ihm etwas erkläre. Auch die Ausdauer hat sich mit der Zeit extrem gesteigert, trotz allem darf man ihm wenn er nicht mehr helfen möchte auch nicht zwingen. Ich sag dann immer wenn er nicht mehr mag, kann er ja derweil im Zimmer etwas Spielen und ich mach alleine weiter. Was natürlich nicht zu kurz kommt ist das kosten, man muss schließlich wissen ob es schmeckt. Wer selbst kein begnadeter Koch ist kann es auch mit Backen versuchen, immerhin sind Muffins-Backmischungen nicht wirklich schwer, dauern nur sehr kurz und ist in diese neue Welt für beide der perfekte Einstieg.

5. Ritual – Geschichte lesen und Körperkontakt

Abends wir dann immer zusammen bei ihm im Bett gekuschelt. Manchmal nehmen wir noch Spielzeug mit und spielen dann noch ein paar Minuten im Bett. Aber meistens will er mit mir nur kuscheln oder eine Geschichte vorgelesen bekommen. Witzigerweise lesen wir seit ca. 3 Monaten dieselben 3 Geschichten und ich kann diese mittlerweile auswendig aufsagen 😉
Natürlich geht es nicht ohne dem gute Nacht Kuss und dass ich ihm schöne Träume wünsche.

Also liebe Väter, hier waren 5 kurze Einblicke, wie ich für mich einen Weg gefunden habe ein besserer Papa zu sein.
Stellt euch das nicht zu kompliziert vor und zieht auch bitte keine Vergleiche mit den Aktivitäten, die die Mutter mit dem Kind macht. Es liegt alleine bei euch was ihr tut und wie ihr damit eine bessere Beziehung zu eurem Kind aufbaut.

Habt ihr Storys oder Tipps für das Papa sein? Dann schickt uns eine Email oder schreibt unter diesem Beitrag ein Kommentar.

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